
Hunde werden selten von Meisterfotografen besucht - Ein Glücksfall in jeder Beziehung. Und man muss kein überkandidelter Hundefan sein, um an diesem Glück teilzuhaben. Es genügt die Freude an Kunst und am Leben. Dass Picasso die Frauen liebte, ist inzwischen bekannt und auf vielen Bildern festgehalten. Seine Liebe zu Tieren fand seinen Ausdruck weit weniger auf Leinwänden. Aber zum Glück gehörte der Meisterfotograf David Douglas Duncan zu den Freunden von Picasso. Und so kommt die Nachwelt in den Genuss eines kleinen Schmuckstücks, das in seiner Art wohl einzigartig ist. Wer eine grosse Auswahl der Fotos auf den Originalabzügen sehen will, sollte irgendwann nach Luzern. Denn die mit Picasso eng befreundete Familie Rosengart vermachte der Öffentlichkeit nicht nur eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Kunst, sondern gründete auch ein Picasso Museum, in dem über 200 Meisterwerke von David Douglas Duncan zu bestaunen sind. Das Kleinod steht so unscheinbar in der weltweiten Kunstlandschaft, dass seine Adresse selbst Taxifahrern oft unbekannt ist.Mein Fazit: Für Picasso-, Fotografie-, und Hundeliebhaber ein absolutes Muss. Schön, wenn der Kauf auch dazu animiert, ein kleines Museum mit grossen Schätzen zu besuchen.
Ein Dackel kommt zu Picasso - Mögen Sie Hunde? Verehren Sie Picasso? Schauen Sie sich gerne Schwarz-Weiss-Fotos an? Lesen Sie englische Bücher? Dann ist dieser Bildband genau das Richtige für Sie!Pablo Picasso hatte viele Tiere- seine absolute Nr.1 hieß Lump und war ein Dackel.Der Fotograf David Douglas Duncan besuchte 1957 seinen Freund Picasso in dessen südfranzösischer Villa. Mit dabei war sein Dackel Lump. Als ich Picasso besuchte, kam Lump mit, sah sich kurz um: Das gefällt mir! Adios - und er verließ mich, um mit Picasso zu leben, erzählt der heute 90-jährige Fotograf. Auf vielen Schwarz-Weiss-Fotos , die in diesem Buch zu sehen sind, hält er die außergewöhnliche Beziehung zwischen Herr und Hund gekonnt fest: Lump ist ständiger Gast in Picassos Atelier, beschnuppert im Garten die Ziege Esmeralda, balgt mit dem Boxer Yan herum, während Picasso mit Yves Montand und Simone Signoret über Gott und die Welt plaudert. Er ist Picassos Kindern Claude und Paloma ein treuer Begleiter, durfte vom Tisch ( von seinem handgemalten Picasso-Teller) mitessen und es sich auf dem Schoß seines Herrchens bequem machen ...All das und vieles mehr hat Duncan in diesem wunderschönen Bildband mit seiner Leica festgehalten. Von Picassos Kunst erfährt man nicht sehr viel, doch man ist berührt von der Herzlichkeit, die der geniale Künstler seinem Seelenverwandten Lump entgegenbringt. Am 20.3.73 starb Lump, zehn Tage später Picasso.
ZAUBERHAFT - Gerade frisch ausgepackt und sofort gelesen! Freunde von Picasso und auch Hundefreude, Liebhaber guter Fotos kommen hier voll auf ihre Kosten! Ein zauberhaftes Buch das viel viel Freude macht. Nun ist mir natürlich klar, wer das kleine Monster auf vielen Picasso-Bildern ist. Ich denke, viele kennen die Zeichnung Picassos aus einem Strich, die den Dachshund zeigt (sie ist in diesem Buch nicht abgebildet, wozu auch, sie ist sehr bekannt). Das dafür ein lebendiges Modell vorhanden war, hatte ich nie realisiert. Tatsaechlich war Lump ein sehr langgestrecktes Exemplar seiner Gattung. Er kam aus Stuttgart in das Leben von David Douglas Duncan, dem bekannten Fotografen, der zudem ein großer Verehrer von Pablo Picasso war. Leider verstand sich Lump nicht mit dem Duncans anderem Hund, als Lump von Duncan in das Haus des von ihm geschaetzten Pablo Picasso kam, war alles klar: Lump blieb bei Picasso und fungierte künftig als sein Schatten. Ich bin bezaubert von den Fotos, außerdem sind die Texte sehr gut und treffend - Paloma Picasso hat zudem das Vorwort geschrieben. Sehr empfehlenswert!